Café Asyl in der Interkulturellen Woche

 

Auch 2019 war unser „Café Asyl der besonderen Art“ in der IKW ein voller Erfolg.

 

Sehr reichhaltig war die Auswahl an internationalem Gebäck: Afrikanische Poff-Poff, syrischer Kokoskuchen, gefüllte Pfannkuchen aus Tschetschenien, Nussröllchen aus Georgien, russischer Zupfkuchen, Streuselkuchen und Apfelkuchen aus Deutschland und vieles mehr – für jeden Geschmack war etwas geboten und die vielen Gäste griffen eifrig zu.

 

Viel Interesse und Zuspruch erweckte der Kaffee auf eritreische Art, der vor den Augen der Gäste zubereitet wurde.

 

Und die vielen Kinder quirlten munter durcheinander und hatten ihren Spaß.

 

Vielen dank an alle Beteiligten, die etwas zum Gelingen des Cafés beigetragen haben.

 

(Berthild Fechner)

 


Zum 6. Mal – Sommerfest in der Beckstraße am 7.9.2019

 

Der Wettergott war uns hold und wir konnten wieder ein großartiges Sommerfest in der Beckstraße mit vielen Gästen feiern.
Festlich geschmückt präsentierten sich die Tische, denn schon im Vorfeld hatten die Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft zusammen mit den Mitarbeitern der Caritas die Dekoration gebastelt.
Ob nun die Menschen direkt aus der Gemeinschaftsunterkunft oder aus der Nachbarschaft, aus allen Ecken Balingens oder Albstadt kamen – alle hatten großen Spaß an diesem Fest, das verschiedenste Kulturen zusammenbrachte.

 

Spezialitäten aus vielen Ländern bereicherten das Mittagsbüfett und die Kaffeetafel.
Die Kinder konnten herumtoben, sich schminken lassen oder sich beim Bogenschießen ausprobieren.
Als dann noch die Trommelgruppe Kalahari für afrikanische Klänge sorgte, war die Stimmung perfekt. Sich selbst mal an den Trommeln versuchen oder zu den Klängen tanzen – alles war möglich.

Der AK Asyl dankt dem Landratsamt Zollernalbkreis und dem Projekt "Gemeinsam in Vielfalt" herzlich für die finanzielle Unterstützung.

(Für den AK Asyl Berthilf Fechner)


Ausflug in den Freizeitpark „Tatzmania“

 

Der Arbeitskreis Asyl organisierte einen Ausflug in den Freizeitpark „Tatzmania“ nach Löffingen im Schwarzwald. Geworben wurde im Tafelladen, im Cafe Asyl und in der Gemeinschaftsunterkunft in Balingen. Die vergünstigten Bus und Eintrittskarten waren sehr schnell vergriffen. Die Caritas in der Beckstraße hat den Ticketverkauf abgewickelt.

 

Am 5. August machten sich dann 29 Erwachsene und 27 Kinder auf den Weg nach Löffingen. Es war für alle Beteiligten ein spannender und abwechslungsreicher Tag. Der Mix aus Fahrgeschäften für große und kleine Kinder und den vielen Tiergehegen sorgte für keine Minute der Langeweile. Zebras, Tiger, Löwen, Affen, Beuteltiere, Stachelschweine und vieles mehr gab es zu entdecken und zu beobachten. Am Schluss tobten sich noch viele Kinder am Trampolin, Kletterwand und Hüpfburg aus. Müde, zufrieden und glücklich kehrte die Gruppe am Abend wieder nach Balingen heim. Finanziell wurde dieser Tag von der der Stiftung Mensch eine Initiative der Sparkasse, dem Landratsamt und dem Ministerium für Soziales BW unterstützt.

 

(Erwin Feucht,/Arbeitskreis Asyl Balingen)

 


Kleine und große Entdecker im Schiefererlebnispark

 

Die erste Sommeraktivität des Arbeitskreises Asyl Balingen war ein Ausflug in den Schiefererlebnispark Dormettingen.

 

Eine bunte Gruppe von 11 Kindern und 3 Mamas unterschiedlicher Nationalitäten, begleitet von Mitgliedern des AK Asyl, hatten in der vergangenen Woche großen Spaß auf dem „Klopfplatz“ des Schiefererlebnisparkes.

 

Nach einer kurzen Einführung durch Herrn Lörcher – einen ausgewiesenen Spezialisten für Fossilien – ging es auf die Suche nach eigenen Versteinerungen. Mit Feuereifer wurde geklopft und gemeißelt. Jeder Fund wurde genau untersucht und es bereitete große Freude, wenn wieder eine kleine Entdeckung gelungen war.
Die Rucksäckchen wurden ordentlich gefüllt. Ein toller Platz zum Toben und Spielen war der Spielplatz mit seinen Spieltürmen, in denen man nur mit Kletterkünsten nach oben kam und dann mit Juhu die Rutsche hinabsausen konnte.
Ein Picknick am See rundete den gelungenen Nachmittag ab. Müde aber glücklich kehrte die bunte Schar nach Hause zurück.

 

(Text: Berthild Fechner AK Asyl Balingen)

 


Friedensbote - jetzt in Balingen

 

Von Korb über Abtsgmünd nach Balingen: das sind die bisherigen Stationen des Kunstwerks „Hand in Hand auf neuen Wegen“. Am Sonntag wurde es im Beisein von Oberbürgermeister Helmut Reitemann und zahlreichen Balinger Bürger/Innen sowie mit vielen der dort wohnenden Geflüchteten eingeweiht. Aus Korb waren dazu eine beachtliche Anzahl an Mitgliedern des Freundeskreises Asyl samt vieler in Korb wohnender Geflüchteter gereist.

  

Das Kunstwerk steht nun mit seinen in Stein gehauenen Symbolen für Friede, Liebe, Gemeinschaft und Hoffnung in der Stadt Balingen an einem stark frequentierten Spazierweg zwischen Innenstadt und Stadthalle. Geschaffen worden war die Skulptur im Jahr 2017 unter der künstlerischen und handwerklichen Leitung von Jo Nagel für den Skulpturenrundweg der „Köpfe am Korber Kopf 11“, danach war es Teil einer Ausstellung mit Arbeiten Geflüchteter im Kunstschloss KISS in Abtsgmünd.

 

Das Kunstwerk soll Friedensbote sein und steht als Beispiel für das gelingende Zusammenleben von Menschen verschiedenen Alters, verschiedener Kulturen, verschiedener Religionen. Sowohl Balingens Oberbürgermeister als auch Stadtpfarrerin Birgit Wurster wiesen auf die Bedeutung eines friedvollen Miteinanders hin. Ruth Messer – sie hatte die Entstehung des Kunstwerkes seitens der Projektgruppe „Köpfe am Korber Kopf“ für den Skulpturenrundweg in Korb betreut – betonte die Notwendigkeit, gerade in Zeiten von Hass und Mord sich klar für eine gelingende Willkommenskultur einzusetzen. Für den Freundeskreis Asyl Korb erläuterte Rose Schaaf die an acht Seiten in den Porenbetonstein gehauenen Symbole. Der Korber Freundeskreis Asyl hatte noch ein Lesepult anfertigen lassen, auf dem die in Korb zum Kunstprojekt entstandene Broschüre „Hand in Hand auf neuen Wegen“ liegt. Vorübergehende können sich so Einzelheiten zum Kunstwerk selbst erschließen.

 

Berthild Fechner vom Arbeitskreis Asyl Balingen dankte allen Beteiligten und gab ihrer Freude Ausdruck, dass sich zu den Einheimischen aus Balingen und Korb eine so große Anzahl geflüchteter Menschen eingefunden hatte. Nach dem letzten schwungvollen Musikstück des Saxophonensembles der Jugendmusikschule Balingen lud sie zum Mittagsimbiss mit von Geflüchteten vorbereiteten internationalen Spezialitäten. Die Stadt versorgte alle Anwesenden mit Getränken, die an diesem sehr heißen Sonntag mehr als nötig waren. Der Korber Freundeskreis Asyl verabschiedete sich mit der Einladung, die Balinger mögen doch einmal zum Gegenbesuch nach Korb kommen.

 

Übrigens: Guido Messer, der Bildhauer, dessen Bronzefiguren in der Fußgängerzone seit vielen Jahren großen Anklang finden, war am Sonntag bei der Vernissage ebenfalls zu Gast in Balingen. Er ist der Kurator des Skulpturenrundweges der „Köpfe am Korber Kopf“. Bevor das Kunstwerk auf Reisen ging war es für diesen zwischenzeitlich überregional bekannten und jährlich neu bestückten Skulpturenweg im Rems-Murr-Kreis geschaffen worden.

 

(Ruth Messer)

 


"Das letzte Mahl" - ein beeindruckender Filmabend

 

Der 30. Januar 1933 war ein schöner Wintertag. Und der Auftakt zum größten Verbrechen der Menschheit“, erinnerte Artur Egle-Theurer, vom evangelischen Bildungswerk Balingen und Sulz, das gemeinsam mit der katholischen Erwachsenenbildung Zollernalbkreis und dem Arbeitskreis Asyl den Abend veranstaltete.

 

An diesem 30. Januar 1933 spielt der Film „Das letzte Mahl“. Die deutsch-jüdische Familie Glickstein kommt abends zum Geburtstagsessen des Opas zusammen. Schnell drehen sich die Gespräche nur noch um die politische Großwetterlage. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich der Alte auf den Trommler einlässt“, findet der Vater Aaron Glickstein (Bruno Eyron), der zwar die kommende Gefahr sieht, aber glaubt, dass die „Witzfigur Hitler“ nur eine zeitlich befristete Erscheinung ist.

 

Anders empfindet das sein Sohn Michael (Patrick Mölleken). „Die NSDAP und Hitler sagen, was die meisten Bürger denken, sie nehmen kein Blatt vor den Mund“, erklärt er. „Die Leute scheinen verrückt geworden zu sein“, sagt seine 19-jährige Schwester Leah (Mira Elisa Goeres). Sie möchte nach Palästina auswanden.

 

Die älteren Mitglieder der Familie fühlen sich hingegen in die deutsche Gesellschaft integriert. Man gibt sich patriotisch, hat das Vaterland im Ersten Weltkrieg verteidigt.

 

Aussagen, die so oder so ähnlich auch heute wieder beim Abendessen ausgesprochen werden könnten, findet die jüdische Künstlerin und Autorin Mina Gampel, die im Anschluss an den Film sprach. „Nach allem, was passiert ist, ist es erschreckend zu hören, was die AfD sagt. Man bekommt Gänsehaut, wenn man hört, dass der Nationalsozialismus ein ‚Vogelschiss‘ sei“, sagte die 78-Jährige. Sie fühle sich hier wohl, sei aber auch beunruhigt.

 

Mina Gampel wurde 1940 in Weißrussland geboren. Es folgten die Stationen Polen und Israel. Seit 50 Jahren wohnt sie nun in Deutschland. „Balingen war meine erste Heimat in Deutschland“, erzählte Mina Gampel. Sie habe zwei Jahre lang das Café Europa in Frommern geleitet, danach zog sie nach Stuttgart.

 

Als die Kinder aus dem Haus waren, erfüllte sie sich einen Lebenstraum und fing zu malen und zu schreiben an. Es entstand ihre Biografie „Mein Leben in vier Welten“. Ihre gemalten Werke stellt sie unter anderem ab dem 22. September in der alten Synagoge in Hechingen aus.

 

Man muss verhindern, dass so etwas noch mal passiert“, erklärte Mina Gampel. Sie wünsche sich mehr Veranstaltungen wie diesen Filmabend. Man müsse das Gespräch suchen.

 

Das macht das „Stuttgarter Lehrhaus – Stiftung für interreligiösen Dialog“ und dessen Vorsitzender Karl-Hermann Blickle. Die Veranstaltungen der Stiftung haben das Ziel, dass Juden, Christen und Muslime nicht übereinander, sondern vielmehr miteinander reden.

 

Seit 1933 habe sich viel getan, so Karl-Hermann Blickle. „Ich hoffe, wir sind heute gegen den Ungeist etwas besser gerüstet“, sagte er. Doch der Teufel komme in der Geschichte nicht im gleichen Gewand. (...)

(Quelle: ZAK vom 4.2.2019)

 

 


Statt dem Nikolaus kam Murksi ins Café Asyl

 

Eine große Kinderschar in Begleitung von Mama und Papa staunte am 05.12.2018 über den kleinen Außerirdischen Murksi, der zu Besuch ins Café Asyl kam.

 

Zuerst ging es im Café Asyl mit Saft, Tee, Kaffee und Weihnachtsgebäck hoch her. Anschließend begeisterte das Puppentheater s’Traumkischtle mit dem Theaterstück „Murksis Irrflug“. Dabei handelt es sich um ein kleines Wesen, das versehentlich auf der Erde gelandet war. Seine Andersartigkeit machte die Erdenkinder zunächst recht ängstlich, doch rasch freundeten sie sich an, zeigten sich untereinander liebenswürdig und hilfsbereit. Murksi heilte die Schnittverletzung des kleinen Paul und mit Hilfe der Kinder konnte Murksi auch wieder nach Hause zurückkehren, denn – wer hätte das gedacht – sein Raumschiff wird durch Abfall angetrieben.

Nach dem Theaterstück durften die Kinder noch ein kleines Geschenk mitnehmen.

Unterstützt wurde diese Veranstaltung des Arbeitskreises Asyl Balingen durch das Projekt "Gemeinsam in Vielfalt", das Ministerium für Soziales und Integration und das Landratsamt.

(Berthild Fechner / AK Asyl)



Um Spenden wird gebeten

Für die Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge suchen wir:

- Kinderwagen

- Fahrräder und Fahrradhelme

- Schulsachen (Schulranzen, Rucksäcke, Mäppchen, Stifte, Hefte ...)

- Geschirr (Teller, Tassen, Töpfe, Besteck, Gläser ...)

- Bettwäsche

- Handtücher

 

Spenden können zu den Büroöffnungszeiten in der Beckstraße 5 abgegeben werden:

- Montag bis Freitag von 9.30 bis 11.30 Uhr

- Montag bis Donnerstag von 14 bis 15.30 Uhr

oder nach telefonischer Absprache:

- Caritasverband für das Dekanat Zollern e.V. Telefon 07433 26 00 784

- Heimleiter Wolfgang Wahl, Landratsamt, Telefon 07433 92 13 62